Rückblick 2019

Tag des Patienten am 26. Januar 2019

50 Kliniken beteiligen sich mit Infoveranstaltungen, Telefonhotlines und Mitmachaktionen

Detlef Schliffke, BPiK-Vorsitzender und Patientenfürsprecher im Philippusstift Essen, informiert zum Tag des Patienten im Allee-Center Essen über Patientenrechte. Foto: Contilia

Barrierefreies Rollstuhlfahren, Themeninseln im Einkaufszentrum, Messeauftritt, Vorträge und Infoveranstaltungen: Zum 4. Tag des Patienten am Samstag, 26. Januar 2019, haben Kliniken aus ganz Deutschland ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und keine Mühe gescheut, ihre Patientinnen und Patienten über die Themen Ethik im Krankenhaus und Patientenrechte zu informieren. Veranstaltet wurde der Aktionstag, an dem rund 50 Kliniken bundesweit teilnahmen, vom Bundesverband Beschwerdemanager in Gesundheitseinrichtungen (BBfG) und dem Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) mit Unterstützung der auf Gesundheitsthemen spezialisierten Kommunikationsagentur Visioness.

„Zahlreiche Kliniken haben sich mit vielfältigsten Aktionen an diesem Tag beteiligt und damit gezeigt, wie wichtig ihnen Ethik im Krankenhaus, Patientenrechte und eine würdevolle Behandlung ihrer Patienten sind“, freut sich Oliver Gondolatsch, Vorsitzender des BBfG. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch, den wir in diesem Jahr für den Tag des Patienten erhalten haben“, sagt BPiK-Vorsitzender Detlef Schliffke.

 

Contilia-Gruppe veranstaltet groß angelegte Aktion im Allee-Center Essen

Contilia-Gruppe startet zum Tag des Patienten groß angelegte Aktion im Allee-Center Essen. Foto: Contilia

Mit einer groß angelegten, von Radio-Essen-Moderator Tim Schröder begleiteten Aktion im Allee-Center Essen haben beispielsweise drei Krankenhäuser der Contilia-Gruppe – Philippusstift Essen, Marienhospital Altenessen und das St. Vincenz Krankenhaus – am 26. Januar auf den Tag des Patienten aufmerksam gemacht. Von 9 bis 18 Uhr konnten sich Interessierte an sieben Themeninseln über Unterstützungsangebote in den drei Krankenhäusern informieren. Dazu gehören Patientenfürsprecher, Seelsorge, Sozialdienst, Qualitätsmanagement, Ethik-Kommission, Patientenhochschule und Grüne Damen. Als besonderer Ehrengast nahm Claudia Middendorf, NRW-Landesbeauftragte für Patientinnen und Patienten, an der Veranstaltung im Allee-Center teil.

 

Klinikum Dortmund lässt Besucher Barrierefreiheit im Rollstuhl testen

Das Klinikum Dortmund, das im November bereits mit dem Award Patientendialog gekürt wurde, bestätigt auch zum Tag des Patienten wieder sein Engagement für erkrankte Menschen. „Mehr Schutz und Sicherheit und vor allem rundum informierte Patienten sind das Ziel“, heißt es auf der Homepage der Klinik zur Begründung für den unermüdlichen Einsatz der Belegschaft. Die Patientenfürsprecherinnen Barbara Menzebach (Standort Nord) und Brigitte Thiel (Standort Mitte) luden bereits am Freitag, 25. Januar, zum Dialog sowie – speziell am Standort Nord – zu einem Perspektivenwechsel ein: Besucher durften sich in einen Rollstuhl setzen, um selbst die Barrierefreiheit am Klinikum in der Praxis zu testen. “Die Rollstuhlfahrer hatten nichts Negatives anzumerken”, freut sich Barbara Menzebach und resümiert weiter: “Der Patientenbegleitdienst hat mir einige Tipps gegeben für die Beschaffung von Transportbetten für Patienten mit Wirbelsäulen-OPs, die jede kleine Schwelle schmerzhaft spüren. Diese Ergebnisse schicke ich an den Pflegedirektor und unseren Vertreter im „Behindertenpolitischen Netzwerk“ in Dortmund. So ist unsere Aktion auch nachhaltig.” Das Klinikum beteiligt sich seit dem ersten Aktionstag 2016 jedes Jahr am Tag des Patienten. “Ich halte diesen Weg für sehr zielführend, dem Patienten Hilfen und Unterstützung für sein Gesundheitsmanagement zu geben”, sagt Barbara Menzebach und plant schon für den nächsten Tag des Patienten am 26. Januar 2020.

 

Großes Interesse für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht an den Haßberg-Kliniken und dem Klinikum Chemnitz

Zahlreiche weitere Kliniken haben sich mit Infoveranstaltungen, Vorträgen und Telefonhotlines an der Aktion beteiligt, so beispielsweise das Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken, das neben einer Telefonhotline einen Vortrag des bayerischen Landtagsabgeordneten Steffen Vogel (CSU) zum Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ anbot.

Andrang auf die Caféteria esspunkt im Klinikum Chemnitz: Vortrag zum Thema “Patientenverfügung” trifft auf großes Interesse. Foto: Klinikum Chemnitz

Auch ins Klinikum Chemnitz kamen zahlreiche Interessenten, um sich über Möglichkeiten der “Patientenverfügung” zu informieren. “Bereits lange vor Beginn der Informationsveranstaltung war die Cafeteria esspunkt in der Flemmingstraße übervoll mit Besuchern, die sich von den Mitgliedern des Klinischen Ethikkomitees (KEK) erklären lassen wollten, was eine Patientenverfügung regelt und wie man sie richtig ausfüllt”, freut sich die Marketingverantwortliche Cindy Biell über den großen Zulauf.

Tag des Patienten am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende. Foto: EKW Göttingen

Am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende stellten im Eingangsbereich der Klinik Patientenfürsprecher, Beschwerdemanager und Mitarbeiter des Ethikkomitees sich und ihre Arbeit vor. Prof. Dr.
Bernd Alt-Epping, Oberarzt für Palliativmedizin an der Göttinger Uniklinik, hielt einen Vortrag zum Thema „Der gute Tod? – Was kann getan werden, um das Versterben aushaltbarer zu machen?“

Das Klinikum Nürnberg knüpft den Tag des Patienten ganz unkonventionell an einen Messeauftritt mit dem Beschwerdemanagement und der Patientenvertretung auf der (Senioren-)Messe “INVIVA” Ende Februar im Rahmen der Freizeitmesse im Messezentrum Nürnberg.