Rückblick 2016

Ein positives Signal für Patientenrechte haben Krankenhäuser und Kliniken bundesweit zum ersten Tag des Patienten am 26. Januar 2016 gesetzt. Mit Infoständen, Vorträgen und speziell für diesen Tag geschalteten Telefon-Hotlines machten Krankenhäuser auf die Rechte von Patienten sowie die Arbeit von Patientenfürsprechern in Krankenhäusern aufmerksam.

 

„Der Tag des Patienten hat dazu beigetragen, das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Krankenhaus zu verbessern“, meint Oliver Gondolatsch, 1. Vorsitzender des Bundesverbands Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e. V., zufrieden. Am Katholischen Klinikum Essen hielt Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher und zugleich Vorsitzender des mit ausrichtenden Bundesverbands Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK) einen Vortrag über Patientenrechte, Anlaufstellen bei Problemfällen und die Rolle von Patientenfürsprechern. In einer anschließenden Fragerunde stand er gemeinsam mit Ärzten und Klinik-Mitarbeitern rund 50 Besuchern des Hauses Rede und Antwort.

 

Das Klinikum Nürnberg nutzte die Veranstaltung, um auf eine langjährige Tradition aufmerksam zu machen. „Wir haben vor rund 40 Jahren die erste Patientenvertretung eingesetzt“, sagte Klinik Sprecher Bernd Siegler nicht ohne Stolz. Mit einem Stand im Foyer des Katharinenhospitals stellte Matthias Bäuerlein, Beschwerdemanager am Klinikum Stuttgart, das Beschwerdemanagement vor und klärte über die Rechte von Patienten auf. In Staunen versetzte ihn die Unwissenheit vieler Patienten in Bezug auf ihre Rechte. „Auf die Frage nach den eigenen Rechten der Patienten kam nichts”, stellte er verblüfft fest, “darüber weiß keiner Bescheid. Insofern hat der Tag des Patienten schon seinen Sinn”.